John Cassian

Biografie

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Bildquelle: Wikipedia

Johannes Cassianus, geboren 359 oder 360, starb zwischen 440 und 450 und wurde in einem Kloster in Bethlehem unter der Anleitung von Johannes Cassianus abt Germanus. Im Jahr 390 pilgerten der Meister und sein Schüler, jetzt zwei Freunde, zu den ägyptischen Einsiedlern; und diese Oase der Stille und Stille, die sich an den Grenzen der Verwirrung und Unruhe der alten Welt befand, machte einen so tiefen Eindruck auf die beiden Wanderer, dass sie sieben Jahre dort blieben. Sie verließen Ägypten und zogen nach Konstantinopel, wo Cassianus von Chrysostomus zum Diakon geweiht wurde; Aber nach dem Sturz von Chrysostomus im Jahr 404 ging Cassianus allein nach Rom. Von Germanus ist nichts mehr zu hören.

Die Plünderung Roms durch Alarich erweckte bei Cassianus den Eindruck, dass Frieden und Sicherheit nur erreicht werden könnten, wenn man die Gesellschaft und das Aufsehen der Menge verlasse und sich in der Einsamkeit niederlasse. Er ging nach Massilia, gründete zwei Klöster (eine für Männer und eine für Frauen), und schrieb, für die Anweisung seiner Schüler, De Caenohioruni Institutis Libri XII, und Collationes Patrum XXIV. In der ehemaligen, gibt er zunächst die äußeren Regeln, nach denen ein Einsiedler das Leben geführt wird, und zweitens beschreibt er die interne Arbeit, durch die das endgültige Ziel erreicht wird. In letzterem gibt er seine Erfahrungen von den ägyptischen Einsiedlern. Durch diese Bücher und durch seine beiden Stiftungen führte er das Mönchtum in der westlichen Kirche ein.

Auch von anderer Seite war die abendländische Kirche in diesem Augenblick tief bewegt von dem Genie des heiligen Augustinus. Aber die Diskrepanz zwischen den Ideen des heiligen Augustinus und dem theologischen System der Ostkirche, in dem Cassianus erzogen wurde, war so groß, dass er sich nie in der Lage fühlte, solche Lehren wie die der Prädestination, der Unwiderstehlichkeit der Gnade usw. anzunehmen. Er hat sich jedoch nicht so weit von den Ansichten des heiligen Augustinus entfernt, dass er die des Pelagius umarmt. Im Gegenteil, auf der Instanz von Leo dem Großen, schrieb er seine De Incarnatione Libri VII., direkt gegen Nestorianismus, aber indirekt gegen Pelagianismus, und so wurde er der Gründer und erste Vertreter der semi-Pelagianismus. Die beste gesammelte Ausgabe seiner Werke ist die von Gazeus, Douai, 1616, die oft nachgedruckt wurde, spätestens in Leipzig, 1733. Eine genaue Analyse seines Standpunktes wurde von G. Fr.Wiggers: Darstellung des Augustinismus und Pelagianismus, 1833, II. pp. 6-183.

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